Bau der Pferdewippen

Die Wippen werden von uns auf Bestellung gefertigt. Wir bemühen uns ständig um die Optimierung der Geräte und deren Fertigung.       Alle Entwicklungen werden auf Hof Steigerwald geprüft, getestet und befinden sich in ständigem Einsatz.

Durch die Verwendung hochwertiger Materialien sind die Geräte auch für den Daueraufenthalt im Freien geeignet. Natürlich lebt eine Wippe länger, wenn sie nie nass wird, aber die Idee hinter unseren Produkten ist, dass man sie eben doch guten Gewissens auf dem Platz lassen kann und sich das anstrengende Hin- und Herräumen erspart. Trotzdem empfehle ich, sie nicht auf Gras liegen zu lassen, da es hier dauerfeucht ist. Optimal ist es wenn die Wippe auf einer Gummimatte stehen bleibt, die man sowieso zum Variieren des Tempos nutzt und dadurch keinen Bodenkontakt hat.

 

 

Das Holz für die Kufen stammt von heimischen Eichen, die Mario auf das passende Maß aufsägt, lagert und nach Bedarf die passenden Stücke auswählt. Die Kufen der Wippen sind 3-4 cm stark und aus Kernholz, was eine hohe Haltbarkeit und Solidität gewährleistet.

 

 

Wir benutzen für die Gummimatten einen Kleber, der alterungs- und witterungsbeständig, dauerelastisch, frei von Lösemitteln und Silikonen, mit hervorragenden Hafteigenschaften, "made in Germany" und nahezu geruchlos ist. In der Vergangenheit haben wir geschraubt, mit und ohne Beilagscheiben, geklebt (mit Atemschutzmaske), beides in Kombination und sind jetzt sehr zufrieden bei diesem Produkt angelangt.

 

Aus dem Pferdeanhänger-Bau kennt man die braunen Siebdruckplatten für Boden und Seitenwände. Selbst ein Shire-Horse kann auf die 150x60cm-Ganzkörperwippe, da wir dieselbe Stärke wie im Anhänger verwenden. Wir nehmen die aus finnischer Birke.

 

Die Holzteile werden geschliffen. Das hat die Vorteile, dass eine geringere Oberfläche weniger Ansatz für Gammel bietet, es netter aussieht und natürlich weniger Risiko für unser Pferd besteht, sich einen Splitter einzufangen.

 

 

Alle Ecken und Kanten werden nicht nur abgerundet, weil es schöner aussieht, sondern auch um die Pferdebeine, vor allem Fessel und Kronsaum, sowie die Finger des Tragenden zu schützen.

 

Zum Witterungsschutz wird abschließend alles mit dem Naturprodukt Leinöl gestrichen. Das sollte man vor und nach dem Winter nach einer gründlichen Säuberung der Wippe wiederholen, wenn sie draußen steht.

 

Damit die Pferdehufe guten Halt auf dem sich bewegenden und schrägen Untergrund haben, ist eine hochwertige Auflage wichtig. Nach vielen Varianten sind wir derzeit bei einer Gummi-Klotzmatte mit Gewebeeinlage angelangt. Hier ist es selbst für Minishettys bequem zu stehen, auch die enormen Kräfte, wenn ein Pferd auf die Wippe galoppiert, werden gut aufgefangen, das Produkt ist langlebig und vor allem kann der Pferdehuf Halt in alle Richtungen finden.

Bei Nässe und Pferden mit Videastiften in den Eisen oder gar Stollen sollte man dennoch nicht auf die Geräte.

 

Hier einmal ein Überblick über unsere Erfahrungen mit diversen Oberflächen:

 

Noppenmatte- günstiger, leichter, aber zu wenig Halt, kein Gewebe

Leistenmatte- günstiger, leichter, Rutschschutz nur in eine Richtung, kein Gewebe

Klotzmatte aus Rinderstall- sehr stabil, exzellenter Halt, schwer und teuer, Minishettys haben
keinen guten Halt;

Kunstrasen, Teppichboden - günstig, leicht, rutschig

Ringmatte (Fußabtreter)- leicht, günstiger, guter Halt, man bekommt den Sand schlecht raus

Anti-Rutsch-Matte (Waschmaschinenunterlage)- günstig, leicht, schnell kaputt, wenig Halt (Sand!)

Kokosfaser- man bekommt den Sand schlecht raus, Mittelgewicht, kann sehr rutschig sein